Philosophie
Der erste eigene Hund... In meinem Fall ein Bernhardiner, Islay. Zuvor hatte ich das Glück auf einem Bauerenhof aufwachsen zu dürfen. Ja, auch hier waren Hunde schon sehr present in meinem Leben. Von einem Bernersennen, Neufundländer, Appenzeller-Mischling, Maremmano - Falls man sich überlegen möchte wie es zu einem Bernhardiner kam.
Schon immer hat es mich gereizt herauszufinden wie Hunde "ticken" und mit welcher Art und Weise die Kommunikation mit ihnen am besten klappt. Islay hat mich sehr viel gelehrt. Ich durfte erfahren, dass so ein Hund sehr nützlich für die eigene, persönliche Entwicklung sein kann und mit welcher Art der Kommunikation sich ein Hund auf einen Menschen einlässt. Und ja, es gibt keinen Standard - sonst wäre es ja einfach - und genau das macht es so Interessant.
Mir hat es es im Verlauf Spaß gemacht, als da ein Hundetrainer an meiner Seite war, der mir erklärt hat warum die Dinge vielleicht zu einem Missverständnis führen oder halt einfach nicht funktionieren. Es hat sich ein Verständnis entwickelt, was viele neue Türen geöffnet hat. Mir macht es unheimlich Spaß mein Wissen weiterzugeben und mit den Menschen zusammen zu arbeiten. Fortschritte zu feiern, aber auch Rückschritte zu begleiten, analysieren und auszuarbeiten. Es ist mir eine Freude die Entwicklung der unterschiedlichen Hund-Mensch-Teams beobachten und begleiten zu dürfen. Die Vorstellung das Angebot machen zu dürfen Menschen mit ihren Hunden begleiten und beraten zu dürfen gibt mir ein Gefühl des glücklich seins. Die Betonung liegt auf begleiten und beraten, ganz nach dem Motto: "Ich kann die unterstützende Hand reichen und begleiten - gehen und handeln muss der Mensch selbst"
Mein Ziel ist nicht einen Hund in allen Vorstellungen perfekt zu machen, das wäre zu hoch gegriffen. Sondern die Chance zu geben ein Verständnis für den Hund zu entwickeln. Was kann mein Hund überhaupt und was ist fair. Aber auch dem Hund die Chance zu geben den Menschen zu verstehen. Mein Herzblut hat sich durch meine Hundetrainerausbildung verfestigt. Durch viele Seminare habe ich sehr viele Unterschiedliche Menschen/Hunde und deren Themen kennengelernt, die mir gezeigt haben, es gibt nicht "DEN" einen Weg. Es gibt viele Abzweigungen die oft nicht klar sind ob sie zum Ziel führen oder eine Sachgasse sind. Und nicht jeder Hund geht den selben Weg. Ich möchte es nicht mehr missen. Es ist eine wunderbare Arbeit!
